16 Ecken und ein politischer Alleingang PDF Drucken E-Mail

Leserbrief zu den Artikeln „16 Ecken und ein politischer Alleingang“ und „Jonglieren mit Tetraedern“ vom 12. und 14.01.12


Der Bürgermeister ist aus dem Urlaub zurück und schon wissen wir, woher die finanziellen Mittel für das Kreiselkunstwerk in Methler überwiegend kommen. Aus dem Konjunkturpaket II sind bereits über 8000 € abgerechnet. Das sind natürlich auch Steuergelder, die für ein umstrittenes Kunstobjekt eingesetzt werden. Das Objekt wird auf keinen Fall die Verkehrssicherheit erhöhen; das eigentliche Ziel der Baumaßnahme. Die Stadt befindet sich im Nothaushalt und setzt wertvolle Mittel des Konjunkturpaketes II nicht für Investitionen z. B. zur energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude oder im Bildungsbereich ein, also in nachhalti-ge Investitionen mit zukünftigem Einsparpotential für die klamme Stadtkasse.
Von der Sachlage ist dies schwer verständlich, zumal auch noch Folgekosten für die Herstellung, Aufstellung und Pflege des Kunstprojektes entstehen. Dabei soll die Aufstellung durch Eigenleistung des Bauhofes erfolgen. Dies könnte den Eindruck hervorrufen, dass der Bauhof  im Produkthaushalt der Stadt keine Berücksichtigung fände. Natürlich kostet der Einsatz des Bauhofes Steuergelder.
Vollkommen unverständlich sind die widersprüchlichen Informationen aus der Stadtverwal-tung über die Kostenabrechnung ( Konjunkturpaket II, laufender Haushalt ). So sollte sich eine Verwaltung nicht darstellen.
Bezüglich der ausreichenden Beteiligung und Information der Fraktionen wolle der Bürger-meister künftig anders vorgehen. Bleibt nur zu hoffen, dass dies auch tatsächlich geschieht. Trotzdem sind noch Fragen offen und der Gesamtvorgang hinterlässt mal wieder den Beigeschmack von politischer Arroganz der Mächtigen. Und das kommt bei den Wählern „unheimlich gut“ an.


gez. Helmut Stalz